Ambulante cw Dienstleistungen

Pro Besuch arbeiten christlich-wissenschaftlich Pflegende bis zu zwei Stunden bei einem Patienten. Dies ist ein Richtwert, die christlich-wissenschaftlich Pflegenden werden mit Ihnen zusammen eine bedarfsgerechte Lösung suchen.

Wird intensivere Pflege benötigt, empfiehlt sich der Aufenthalt in einem christlich-wissenschaftlichen Pflegeheim. Eine Liste finden Sie hier.

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AUFGABEN UND LEISTUNGEN DER PFLEGERINNEN UND PFLEGER IN DER CHRISTLICHEN WISSENSCHAFT

Die Pflege in der Christlichen Wissenschaft gründet sich auf die Theologie der Christlichen Wissenschaft, wie sie in der Bibel, insbesondere in den Worten und Werken Christi Jesu zu finden ist, und wie sie in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy erläutert wird. Diese Aufstellung der Aufgaben und Leistungen soll deutlich machen, was Individuen erwarten können, wenn sie die Dienste einer Pflegerin bzw. eines Pflegers in der Christlichen Wissenschaft in Anspruch nehmen. Hier werden kurz die wichtigsten Aspekte dieser Dienste aufgeführt, wie auch damit verbundene ethische Überlegungen.

Pflegerinnen und Pfleger in der Christlichen Wissenschaft bieten liebevolle Unterstützung und fachkundige praktische Pflege für diejenigen, die sich bei der Heilung ausschließlich auf die Christliche Wissenschaft verlassen. Diese Pflege in der Christlichen Wissenschaft wird zusammen mit geistiger Unterstützung durch Gebet angeboten, die üblicherweise von einer Praktikerin oder einem Praktiker der Christlichen Wissenschaft übernommen wird, die bzw. der im Christian Science Journal und im Herold der Christlichen Wissenschaft inseriert. Diese Pflege unterstützt die aufgeklärte und freiwillige Entscheidung des Individuums, sich mit der Erwartung von Heilung auf die Lehren der Christlichen Wissenschaft zu verlassen.

Mary Baker Eddy, die Gründerin der Christlichen Wissenschaft, legte im Jahr 1908 die Befugnis und den Standard für Pflegerinnen und Pfleger in der Christlichen Wissenschaft im Handbuch der Mutterkirche fest. (S. 49, Artikel VIII Abschnitt 31):

Pfleger in der Christlichen Wissenschaft. ABSCHN. 31. Ein Mitglied Der Mutterkirche, das sich als Pflegerin in der Christlichen Wissenschaft oder Pfleger in der Christlichen Wissenschaft bezeichnet, muss jemand sein, der eine demonstrierbare Kenntnis der Praxis der Christlichen Wissenschaft hat, der die praktische Weisheit gründlich versteht, die in einem Krankenzimmer gebraucht wird, und der die Kranken richtig betreuen kann.

Die Kontaktdaten dieser Personen können entsprechend den von den Verlegern vorgegebenen Regeln in die Zeitschrift The Christian Science Journal aufgenommen werden.

Diejenigen, die im Christian Science Journal und im Herold der Christlichen Wissenschaft inserieren, haben auf zufriedenstellende Weise bewiesen, dass sie die Bedingungen in dieser Satzungsbestimmung erfüllen. Sie sind meist selbstständig und/oder bei einer Pflegeeinrichtung der Christlichen Wissenschaft angestellt.

Die durch Pflegerinnen und Pfleger in der Christlichen Wissenschaft angebotene Pflege umfasst Folgendes:

  • Erwartung: Einen Fall mit der Erwartung einer vollständigen und schnellen Heilung übernehmen;

  • Zuversicht: Liebevolle Zuversicht in Gottes zärtliche Fürsorge, Seine Allgegenwart und Allmacht vermitteln; gewissenhaft und konsequent die geistige Vollkommenheit jedes Menschen anerkennen;

  • Inspiration: Hilfestellung durch Vorlesen und andere Unterstützung leisten, die es der jeweiligen Person ermöglicht, die Bibel, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift und andere Schriften von Mary Baker Eddy zu studieren, einschließlich weiterer Literatur, die von der Verlagsgesellschaft der Christlichen Wissenschaft herausgegeben wird, wie zum Beispiel das Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft – Bibellektionen, und sicherstellen, dass die zu pflegende Person nach Bedarf ungestörte Zeit zum Beten hat;

  • Umgebung: Eine Atmosphäre schaffen und aufrechterhalten, die dem geistigen Heilen förderlich ist und eine harmonische Versorgung und das jeweilige Bedürfnis nach Ruhe unterstützt;

  • Einschätzung: Bedürfnisse erkennen und die angemessene Pflege einschätzen; erwägen, wie die Person ihre eigenen Bedürfnisse wahrnimmt und in der Lage ist, diese zu äußern;

  • Ermutigung: Christliche Ermutigung des Individuums, um einen angemessenen Ausdruck von Tätigkeit und natürlicher Vitalität zu unterstützen;

  • Kommunikation: Bei spezifischen Bedürfnissen im Hinblick auf Kommunikation Hilfestellung leisten (dazu gehört alles, was mit Hören, Sehen, Sprechen, usw. zu tun hat), sowie dem Individuum dabei helfen, den Kontakt zu seiner Praktikerin bzw. seinem Praktiker der Christlichen Wissenschaft, seinen Familienmitgliedern und anderen aufrechtzuerhalten;

  • Reinlichkeit: Hilfestellung bei der Körperpflege und beim Baden: Hilfestellung bei allen notwendigen Tätigkeiten, um den jeweiligen Bedürfnissen nach Reinlichkeit und Wohlbefinden gerecht zu werden;

  • Mobilität: Hilfestellung bei der Mobilität, unter anderem Unterstützung beim Stehen, Gehen, Bewegen, Umsetzen, Positionieren, mit oder ohne Bewegungshilfen oder Hilfsmitteln;

  • Ernährung: Zubereiten von Speisen, die auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt sind, Hilfestellung beim Essen, angemessene Ermunterung zum Essen;

  • Säubern/verbinden: Säubern, abdecken und verbinden, um für Sauberkeit, Schutz, Abstützung und Wohlbefinden zu sorgen;

  • Anleitung: Anleiten des Individuums und/oder anderer Pflegekräfte hinsichtlich seiner jeweils angemessenen Versorgung.

Die Versorgung durch Pflegerinnen und Pfleger in der Christlichen Wissenschaft umfasst nicht:

  • Das Erstellen einer medizinischen Diagnose oder Prognose;

  • Das Empfehlen oder Verabreichen von Medikamenten, Arzneimitteln, Nahrungsergänzungsmitteln oder auf Medizin, Kräutern oder Vitaminen basierenden Heilmitteln oder alternativen Heilmitteln;

  • Das Anwenden oder Durchführen medizinisch orientierter Methoden oder Technologien, insbesondere das Verabreichen von Nahrungsmitteln und Flüssigkeiten mithilfe medizinischer Geräte (z.B. intravenöse Ernährung);

  • Das Durchführen von manueller Therapie, Massage, Krankengymnastik, oder das Pflegen derjenigen, die sich auf derartige Dienstleistungen verlassen;

  • Dienste für Personen leisten, die Medikamente einnehmen, sich gegenwärtig in medizinischer Pflege und/oder Behandlung befinden, oder die irgendeine Art von Vorrichtung anwenden, die in der Regel unter der Aufsicht eines Arztes verwendet wird (z.B. Magensonde, implantierter Katheter oder Sauerstoffgerät).

Ethische Richtlinien für Pflegerinnen und Pfleger in der Christlichen Wissenschaft:

  • Die Unversehrtheit des Auftrags der Pflege in der Christlichen Wissenschaft durch aktives Studieren und Praktizieren der Christlichen Wissenschaft in ihrem täglichen Leben aufrechterhalten;

  • Ausschließlich Pflege leisten, die mit der Theologie der Christlichen Wissenschaft und den Aufgaben und Leistungen von Pflegerinnen und Pflegern in der Christlichen Wissenschaft vereinbar ist;

  • Die Würde, die Eigenständigkeit und das Recht auf Selbstbestimmung jeder Person respektieren, für die sie Pflege anbieten (z.B. hinsichtlich der Betreuung und der Behandlung ihrer Wahl);

  • Wahrung der Vertraulichkeit personenbezogener Daten und des Rechts auf Privatsphäre in Übereinstimmung mit dem Gesetz;

  • Wahrung professioneller Grenzen gegenüber den Personen, die Pflege erhalten, deren Familien und stellvertretenden Entscheidungsträgern (d.h. keine übermäßige Vertrautheit, kein Gewähren persönlicher Gefälligkeiten und keine Weitergabe persönlicher oder intimer Informationen außerhalb des eigenen Arbeitsbereichs);

  • Nicht die Rolle der Praktikerin oder des Praktikers der Christlichen Wissenschaft in einem Fall übernehmen; sich vor tatsächlichen oder potenziellen Interessenkonflikten schützen (z. B. nicht als Anwalt bzw. Anwältin oder als Betreuungsperson der Patientin bzw. des Patienten fungieren und keine Geschenke annehmen);

  • Pflege leisten, die frei von rechtswidriger Diskriminierung ist;

  • Sich zu ständiger beruflicher Weiterentwicklung und Kompetenz verpflichten;

  • Nur die Aufgaben und Pflichten der Pflege in der Christlichen Wissenschaft zu übernehmen, für die man das nötige Verständnis, die nötigen Fertigkeiten und Fähigkeiten erworben und gepflegt hat;

  • Gesetzestreu sein.

Grundlegend für das Amt einer Pflegerin bzw. eines Pflegers in der Christlichen Wissenschaft ist aktives, gebetvolles Bekräftigen der jedem Menschen innewohnenden Geistigkeit und seiner Empfänglichkeit für Gottes harmonische Herrschaft. Dieses geistige Bezeugen liegt jedem Aspekt der Fürsorge zugrunde, welche Pflegerinnen und Pfleger in der Christlichen Wissenschaft leisten.

Aktualisiert von der Abteilung für Pflegeaktivitäten der Christlichen
Wissenschaft, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, Juni 2025

Dieses Dokument darf nur in seiner vollständigen Originalform (einschließlich des Briefkopfes und aller Seiten) verwendet werden und darf nicht in Auszügen oder durch Ausschneiden und Einfügen kopiert werden. Pflegerinnen und Pfleger in der Christlichen Wissenschaft und Organisationen, die Pflege in der Christlichen Wissenschaft anbieten und fördern, können dieses Dokument gern als eingebettete PDF auf ihrer eigenen Website veröffentlichen oder einen Link zur Website christlichewissenschaft.com, auf der dieses Dokument zu finden ist, einfügen. (Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die Abteilung Pflegeaktivitäten der Christlichen Wissenschaft unter csnursing@csps.com, oder rufen Sie an unter +1 617 450 2685.)

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